
Sexualität ist in Ihrer Beziehung zu einem schwierigen Thema geworden. Die Bedürfnisse nach Nähe und Distanz gehen auseinander, und Gespräche darüber enden in Enttäuschung oder in Schweigen. Vielleicht stehen unerfüllte Wünsche im Raum, vielleicht eine Verletzung oder ein Vertrauensbruch, über den bisher nicht offen gesprochen werden konnte.
Weil das Thema so persönlich ist, wird es vermieden. Der Konflikt verschwindet dadurch nicht — er zeigt sich an anderer Stelle: bei der Haushaltsarbeit, beim Geld, im Umgang mit den Kindern, in der Gereiztheit des Alltags. Beide spüren, dass es eigentlich um etwas anderes geht, und beide wissen nicht, wie sie es ansprechen sollen, ohne den anderen zu verletzen oder sich selbst bloßzustellen.
Häufig kommt Druck dazu: der Wunsch, dass sich etwas ändern möge, die Sorge, nicht zu genügen, oder die Angst, dass die Beziehung daran zerbricht. Je länger das Thema unbesprochen bleibt, desto größer wird die Distanz — und desto schwieriger der erste Satz darüber.
Mediation bietet einen geschützten Rahmen, in dem auch heikle Themen besprechbar werden. Beide Seiten kommen in gleichem Maß zu Wort und können in eigenem Tempo sagen, worum es ihnen wirklich geht — ohne Bewertung und ohne dass ich Partei ergreife.
Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen und Erwartungen hinter dem, was gesagt oder verschwiegen wird. Oft zeigt sich dabei, dass es nicht nur um Sexualität geht, sondern um Anerkennung, um Verlässlichkeit, um das Gefühl, gesehen zu werden. Wir sortieren gemeinsam, welche Themen zusammengehören, was für wen verhandelbar ist und was nicht.
Ziel ist Klarheit darüber, was beiden wichtig ist und welche Vereinbarungen im Alltag tatsächlich tragen. Wie diese Vereinbarungen aussehen, bestimmen Sie — Mediation gibt kein bestimmtes Ergebnis vor.
Auf Wunsch begleite ich Sie gemeinsam mit Mag. Maria Buchegger in Co-Mediation. Viele Paare empfinden es als entlastend, wenn eine Frau und ein Mann den Prozess gemeinsam führen.
Nein. Sie bestimmen, worüber Sie sprechen und wie weit Sie dabei gehen. In der Mediation geht es um Bedürfnisse, Erwartungen und Vereinbarungen — nicht um Schilderungen und nicht um eine Bewertung Ihrer Sexualität.
Das ist der häufigste Ausgangspunkt. Genau dafür ist der Rahmen da: Die eine Seite kann sagen, was sie belastet, ohne Vorwurf — die andere kann zuhören, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Beide entscheiden danach gemeinsam, ob und wie weitergearbeitet wird.
Ja. Mediation ist ergebnisoffen. Sie kann dazu führen, dass Sie neue Wege des Miteinanders finden — oder zu der Klarheit, dass ein gemeinsamer Weg nicht mehr tragfähig ist. Beides ist ein Ergebnis.
Mediation arbeitet an der Verständigung zwischen Ihnen beiden und an konkreten Vereinbarungen — nicht an einer Diagnose oder an der Vorgeschichte Einzelner. Wenn sich im Verlauf zeigt, dass therapeutische Arbeit der passendere Weg ist, sprechen wir das offen an.
Ja. Als eingetragener Mediator bin ich gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Was in der Mediation besprochen wird, bleibt im Raum.
Das hängt davon ab, wie viele Themen zusammengekommen sind. Häufig genügen drei bis fünf Sitzungen. Im Erstgespräch klären wir den Rahmen und Sie entscheiden danach, ob Sie weitermachen möchten.
In der Regel gemeinsam. Einzelgespräche sind möglich, wenn beide damit einverstanden sind — sie ersetzen das gemeinsame Gespräch aber nicht.
Im Orientierungsgespräch klären wir unverbindlich, ob Mediation für Ihren Fall passt.
Jede Mediation folgt einem strukturierten Prozess — transparent, vorhersehbar, im eigenen Tempo.
Rahmen klären, Ziele benennen.
Alles auf den Tisch, ohne Wertung.
Bedürfnisse hinter Positionen.
Optionen entwickeln, abwägen.
Schriftlich, tragfähig.
